Willis wilde Wege – wir sind ein Stück mitgegangen :-)

Vergangenen Freitag stand ein langersehnter Familienausflug auf dem Programm, auf den wir Eltern uns nicht minder freuten als die Kinder, vor allem unsere Große. Die meisten Leser werden ihn kennen – vor allem, wenn Ihr Kinder habt: Willi Weitzel. Klingelt noch nicht? Dann noch ein Tipp: Willi wills wissen. „Ach deeeer“ raunt es nun durch einige Köpfe – genau DER.
Ende letzten Jahres sagte ich zu unserer Großen, die seit über 5 Jahren ein riesengroßer Willi-Fan ist und sowohl alle Hörspiele, als auch alle DVDs kennt bzw. hat, „also wenn der Willi mal wieder auf Tour geht, dann gehen wir da auf jeden Fall auch hin!!! Versprochen!“ Und wie es der Zufall manchmal so möchte, eine Woche später wurden Tourdaten angekündigt, woraufhin der Vorverkauf bald startete. Nachdem ich uns ein Familienticket geordert hatte, konnte die Zeit bis zum 20.03.2015 gar nicht schnell genug vorbeigehen.

Vorfreude

Einen Tag vorher planten wir den Familienausflug und beschlossen, dass Schule und IMG_1587Kindergarten dafür mal ins Hintertreffen geraten dürfen. Die Kleine blieb daheim, die Große durfte eine Stunde eher gehen und der Papa nahm sich einen halben Tag Urlaub. Kurz nach der partiellen Sonnenfinsternis ging es dann mit der S- und U-Bahn in Richtung Uni Campus Westend in Frankfurt. Nachdem wir uns zum richtigen Gebäude durchgefragt hatten, erreichten wir den Ort des Geschehens. Wir kamen schon vor der Ausgabe der Eintrittskarten an, weshalb wir das Glück hatten, von einem der Willi-Mitarbeiter als Lehrobjekt für seine Kollegin herangezogen zu werden und schon ein wenig eher die Eintritts-Bändchen in Empfang nehmen durften. Nun sollte es noch immer eine ganze Stunde dauern, bis der Einlass beginnen konnte. Die Tür zum Hörsaal stand offen und es dauerte nicht lange, bis unsere Kinder den Willi neben einem Laptop sitzend erspäht hatten, mit Soundcheck und sonstigen Vorbereitungen beschäftigt 😉

Der frühe Vogel fängt den Wurm…naja so ähnlich…

Wir verbrachten die Zeit mit Stöbern an den dazugehörigen Info- und Merchandising-Ständen. Die Große gewann nebenbei noch eine DVD bei einem Quiz und mopsten (legal!) die ausgelegten Kulis 🙂 Wir platzierten uns direkt neben der inzwischen geschlossenen Hörsaaltür, da wir noch immer alleine dort standen und weitere Gäste zunächst auf sich warten ließen. Schließlich wollten wir die erste Reihe klarmachen, um den Kindern Willi ganz nah zu ermöglichen. Als alter Konzert-Profi war das für mich Ehrensache! Als ich dort vor meinem Rucksack hockte und zum 35214. Mal das Trinken verstaute, sprach uns jemand (hinter mir stehend) an „Wollt Ihr etwa zu mir?“ Es dauerte eine Sekunde, bis ich registrierte, dass mir die Stimme sehr bekannt vorkam und mich umdrehte. Ich hatte mich nicht getäuscht. Willi kam zu uns und begrüßte uns vier strahlend mit Handschlag „Hallo, ich bin der Willi!“. Dabei erkundigte er sich bei den Mädels nach ihren Namen. Die Aufregung der beiden könnt Ihr Euch sicher vorstellen!!! Meine Große verriet mir später, dass sie sich auf die Lippe beißen musste, weil sie sonst geplatzt wäre. 😀 Willi sagte, er freue sich, dass wir gekommen seien, um ihn zu sehen und zu hören und wünschte uns viel Spaß. Ich erzählte ihm, dass unsere Große ein Riesenfan ist seit mehr als 5 Jahren und dieser Besuch das Größte für sie sei. Gut – das konnte Willi durch seine Begrüßung toppen 😉 Über solch eine Fan-Treue in solch jungem Alter freute er sich sichtlich. Trotz meinem Grundsatz, niemals den nervigen Fan raushängen zu lassen, nutzte ich die Gelegenheit, dass niemand sonst da war und bat Willi um ein Foto mit den beiden Mädels. Wer so nett ist, sagt natürlich nicht nein und schon war er auf den Knien und hatte die beiden im Arm. 🙂 Nachdem er uns nochmal viel Spaß gewünscht hatte, verschwand Willi im Hörsaal „Bis später! 😉 „.

WOW! Damit hatte nun keiner von uns gerechnet! Die Kinder – allem voran die Große – waren total selig und mit Dauergrinsen bestückt. So langsam wich ihre Röte wieder aus dem Gesicht. An dieser Stelle möchte ich Willi – falls er mal über meinen Artikel stolpern sollte – von Herzen danken, dass Du zu uns gekommen bist und unserer Tochter Mariella unbewusst einen ihrer größten Wünsche erfüllt hast. Wenn man auf Tour ist, hat man oft viele Termine und braucht auch ausreichend Zeit für die eigene Familie und die Vorbereitung. Ich habe auf Konzert-Touren im Merch gearbeitet und weiß daher, wie die Zeitpläne oft aussehen. Dennoch blieb ein wenig Zeit übrig, die für Dich ein  kurzer Abstecher war, für unsere Kinder viel mehr. Danke!

Der Vortrag

Natürlich waren wir die ersten im Hörsaal und ergatterten vier Plätze genau vorm Rednerpult. Dies hatte leider den Nachteil, dass es „Rasiersitze“ waren. Der Nacken schrie am Ende nach Erlösung. IMG_1591Aber man kann eben nicht alles haben. Thema des Live-Vortrags waren Willis „wilde Wege“. Wer seinen Kinofilm kennt weiß, dass die Reisen, die er unternimmt an Abenteuer und Informationsflut kaum zu übertreffen sind. Inhalt waren an diesem Freitag eine Nacht alleine im Wald, wo sich Willi mit über 40 ordentlich gruselte, die Alpenüberquerung von München nach Venedig, vor der ich als Wanderfreak meinen Hut ziehe. Willi dokumentierte seinen Eselverschleiß auf der Tour zu Fuß von Nazareth nach Bethlehem und – was mich wirklich emotional am meisten mitgenommen hat – die Fahrt mit dem LKW, der mit Hilfsgütern für Kinder beladen war. Mit diesem wollten er und sein Bruder an die türkisch-syrische Grenze gelangen, um den kriegsgeplagten Kindern mit den Gütern den Alltag etwas zu erleichtern zu verschönern.

Willis Art, das Erlebte vorzutragen war beispiellos fesselnd und inspirierend. Die Zuschauer hörten höchst aufmerksam zu, um kein Detail zu verpassen. Ich selbst habe größten Respekt vor soviel Mut und Entschlossenheit, diese wilden Wege zu gehen und der Fähigkeit, Zuschauern – egal ob groß oder klein – das Gefühl zu geben, man begleite Willi ein Stück. Chapeau!

Auf den Vortragsinhalt möchte ich hier nicht zu weitreichend eingehen, da ich die Meinung IMG_1621vertrete, dass jeder Willis Live-Vortrag einmal gesehen haben sollte und die Möglichkeit hat, dies an einem der noch folgenden Termine zu tun. Tickets gibt es hier: Willis wilde Wege . Jedoch kann ich verraten, dass wir herzlich gelacht haben (Lach-Yoga!), wir haben mitgefiebert und gegen den Kloß im Hals gekämpft. Drei Stunden (inkl. Pause) vergingen wie im Flug und auch unsere Kleine, die auch bereits ein echter Willi-Fan ist, hat aufmerksam zugehört. Bloß die letzten 10 Minuten wurden die Augenlider zu schwer…. 😉

Die Große ergatterte in der Pause noch die DVD „Willis Grenzerfahrung“, die wir uns heute Abend gemeinsam angeschaut haben. Dazu ein andermal mehr – das würde den Rahmen eines einzelnen Blogpost sprengen! Leider waren die T-Shirts bereits vor Frankfurt ausverkauft, das wollte sie unbedingt nIMG_1660och shoppen. Aber auch das kriegen wir irgendwie noch hin 😉 In diesem Fall unterstütze ich den Konsumrausch der Großen mal gerne 😉

Es war der schönste und ereignisreichste Familienausflug seit Langem! Er wird uns lange in Erinnerung bleiben. Eins ist sicher – der nächste Live-Termin wird wieder besucht. Ich kann es jedem empfehlen, auch Erwachsenen.

Lieber Willi – vielen Dank für diesen tollen Tag – mit allem Drum und Dran 🙂

 

1 Kommentar

  1. Pingback: Integrieren statt ignorieren! | good2bmum.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.