Von drauß´ vom Walde komm´ ich her….

Von drauß´ vom Walde komm´ ich her, ich muss Euch sagen, es weihnachtet sehr….

Hast Du auch schon Deinen Weihnachtsschmuck aufgehängt? Die ersten Plätzchen gebacken und Geschenke schon geordert? Die ersten beiden Punkte treffen auf uns zu. Die IKEA-Weihnachtsbeleuchtung (und die ist wirklich toll!)  tut bereits ihren Dienst und die erste Ladung Butterplätzchen ist bereits verdrückt. Rezept hierfür auf Nachfrage erhältlich 😀
Doch diese wunderbare Stimmung verfliegt, beschäftige ich mich wieder mit dem leidigen Thema Bewerbung und Arbeitsagentur. Aber lamentieren nützt nichts – ich möchte arbeiten und dafür muss ich etwas tun.

Wie ich bereits in meinem letzten Post angedeutet habe, bat ich um einen Vermittlerwechsel, weil ich mich bei meiner neuen Vermittlerin absolut nicht wohlfühlte. Außer einem missglückten Anruf-Versuch des Abteilungsleiters habe ich nichts weiter von der Arbeitsagentur gehört zu diesen Thema, weshalb ich also zu meiner anberaumten „Vorladung“ mit der bestehenden Vermittlerin antrat. Dort erwartete mich natürlich ein klärendes Gespräch, welches erstaunlich positiv verlief und auch mit einer Entschuldigung seitens der Vermittlerin einherging. So weit zu gut – wir bleiben zusammen und ich darf offen sagen, was mir stinkt 😉 Dennoch kann ich nur eine Warnung aussprechen, was einen erwartet, wenn man den Vermittler wechseln möchte. Mir wurde auf der Veranstaltung hoch und heilig versprochen, das sei überhaupt kein Problem….sei ja selbstverständlich etc. blabla. Und dann lässt man mich ins offene Messer bei der Dame laufen – offene und klärende Gespräche sind schließlich auch nicht jedermanns Sache! Falls Dich auch so etwas betrifft – informiere Dich sorgfältig und argumentiere weise! 😉
Ein Aspekt des folgenden fachlichen Gespräches war (mal wieder), ob Kinder in der Bewerbung aufgeführt sein sollen oder nicht. Ich habe während meiner Arbeitslosigkeit viele Absagen kassiert und frage mich sehr oft, ob es an den Kindern, meinen fachlichen Qualifikationen oder der Art der Bewerbung liegt….natürlich steht es mir frei, nachzuhaken, weshalb ich abgelehnt wurde. Aber ganz ehrlich – hast Du Lust, nochmal hinterherzulaufen, wenn man in Rekordzeit abgelehnt wurde? Das fällt mir schwer. Habe ich dennoch einmal nachgefragt, habe ich keine schlüssige Aussage erhalten, was meiner Information nach daran liegt, dass die Unternehmen sich nicht in die Nesseln setzen und dem Arbeitsgericht ggf. Futter geben wollen, indem Sie das Risiko eingehen, etwas rechtlich Bedenkliches zu sagen. Aber nun konkret nochmal die Frage: Soll ich meine Kinder in der Bewerbung erwähnen? Ich habe mehrfach davon gehört, dass Frauen die Kinder zunächst verschwiegen haben und prompt die vorher ausgebliebenen Vorstellungsgespräche stattfanden. Ehrlich gesagt, ich habe dabei kein sehr gutes Gefühl. Meine Kinder sind mein Leben und haben meine Persönlichkeit geformt. Also missfällt es mir gänzlich, so zu tun, als gäbe es sie nicht. Zudem kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass es ratsam ist, dem potentiellen Arbeitgeber zunächst als kinderlose Frau zu erscheinen, um dann im Gespräch die Bombe platzen zu lassen „ätsch ätsch – ich hab doch welche!!! 😛 „. Ich würde mich ziemlich vergackert fühlen und meine Konsequenzen daraus ziehen. Es ist in diesem, unserem ach so schönen Deutschland ohnehin unfassbar traurig, dass die Tatsache, dass man Kinder zu versorgen hat, für Frauen weit über die fachlichen Kompetenzen gestellt wird. Viele Unternehmen ahnen gar nicht, was ihnen entgeht!!!!!!! Wie hast Du es in Deiner Bewerbung gehalten – Kinder erwähnt oder zunächst verschwiegen?
Freue mich über Kommentare 😉

Auch in dieser Woche habe ich schon drei Absagen kassiert. Juhu….aber hey – es ist Weihnachtszeit und daher die beste Gelegenheit, um den Job-Frust ganz weit von sich weg zu schieben und sich dem wichtigsten Job der Welt zu widmen. Strahlende Kinderaugen danken es uns!

Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine schöne, besinnliche Adventszeit! Bis bald!

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