…und wieviel Öko bist Du?!?!

market-101412_1920Ich gehe oft in der Woche einkaufen. Der typische Wochenend-Einkauf ist bei mir eher selten, da es dann oft schon vorkam, dass wir unter der Woche keine Lust mehr auf das hatten, was eingekauft wurde. Also gehe ich 3-4 Mal pro Woche los.

Vor wenigen Tagen habe ich den Einkauf gemeinsam mit einer Freundin erledigt.
Als sie mir von keimenden Kartoffeln erzählte, klugscheißerte ich wie automatisch los, dass man die Kartoffeln dann nicht mehr essen sollte, weil sich dann Solanin bildet, was für den Menschen ungesund ist. Dafür erntete ich ein erstauntes „Aha…..!“ Kurz zuvor bei Lidl schaue ich auf die Salatgurken und stelle fest, dass es wieder nur spanische gibt und sage mehr oder weniger zu mir selbst „ach nee, spanische mag ich nicht“….. Nachdem meine Freundin den Grund erfragte, erzählte ich ihr davon, dass Spanien wohl neben Italien zu den Ländern gehört, die die übelsten Pestizide verwenden zur Schädlingsbekämpfung bzw. -vorbeugung.

Zu Hause angekommen, fragte sie mich dann, woher ich das alles wisse und warum ich so darauf achte, wo mein Zeug herkommt und was ich kaufe. Da musste ich zugeben, dass ich schon ein kleinwenig „öko“ bin, was die Lebensmittel betrifft. 😉 Ich möchte jedoch nicht, dass das Wort „öko“ hier negativ behaftet ist, mitnichten.

Ich kaufe unsere Wurst und unser Fleisch beim örtlichen Metzger. Dieser schlachtet selbst und bezieht sein Fleisch von Bauernhöfen aus den anliegenen Ortschaften. Natürlich weiß ich auch nicht, was die Bauernhöfe füttern. Um da ein Risiko auszuschließen, müsste ich auf einem Bio-Bauernhof einkaufen. Das ist auf Dauer aber zu teuer, da die Preise leider unverhältnismäßig sind. Also wähle ich den MIttelweg, der zumindest die Massentierhaltung ausschließt. Ich denke, Du hast sicher auch schon den ein oder anderen Bericht im Fernsehen gesehen über Schweine und Hühner, die sich regelmäßig tottrampeln und prophylaktisch mit Antibiotika vollgestopft werden. Nicht zu vergessen ist hier auch die Tatsache, dass die frischen Metzger-Produkte einfach viel leckerer schmecken als das verpackte Zeug, was bei uns auch meist liegenbleibt.

Richtig austoben kann ich mich ja in der Obst- und Gemüseabteilung. Hier bin ich ein richtiger Bio-Junkie! Ich habe es vermutlich noch nicht erwähnt, aber ich bin ein hoffnungsloser Salat-Fan! Gott sei Dank geht es meinem Mann genauso und hat kein Problem damit, dass ich mindestens drei Mal pro Woche meine Rohkost-Kreationen auffahre! 🙂feta-cheese-581848_1920 Jamjam!
Gerade im Winter bekommt man nur Ware aus dem Ausland – zumeist eben aus Spanien und Italien. Ich reduziere in dieser Zeit lieber den Konsum und kaufe bewusst Bio-Ware. Wobei ich dann bei 4-5€ pro 3er-Packung Paprika auch so meine Probleme habe…
Eine sehr gute Freundin, die lange in Italien lebt, erzählte mir einmal, dass ein Apfel in Italien sage und schreibe 23 (dreiundzwanzig!!!!) Mal behandelt wird, bis er in den Export geht.

Von Frühling bis Herbst ziehe ich es vor, im Nachbarort den kleinen Gemüse-Marktstand zu besuchen, der zwei Mal pro Woche dort steht. Der Betreiber hat sich an die Ansprüche der Kunden angepasst und baut alles mögliche selbst an – mit natürlicher Schädlingsbekämpfung.

Wenn ich mir ein neues Handy besorge, achte ich darauf, dass es einen möglichst niedrigen Strahlungswert hat. An dieser Stelle muss ich leider sagen – da stinken die iPhones ziemlich ab…
Nachzulesen sind die Werte z.B. hier. Gerade als Migränepatient ist dieses Thema für mich nicht unrelevant. Auch die Tatsache, dass mein Handy sich doch immer wieder mal in den Fängen meiner Kinder befindet, macht mich dafür sensibel.iphone-569065_1920

Ich lese gern Ökotest und schnappe einfach häufig Dinge auf, die davon handeln, welche Lebensmittel, Haarfäbemittel, Weichmacher gefährlich für unseren Organismus sind.
Man muss sich nur umschauen. Immer häufiger höre ich davon, dass Menschen an Krebs erkranken und viel zu früh von uns gehen. Daher frage ich mich, ob dies nicht u.a. das Ergebnis jahrelanger Unachtsamkeit und Unkenntnis ist. Viele Belastungen von Nahrung oder Dingen, Kleidung etc. waren vor 20 Jahren nicht bekannt. Was bekannt war, haben wir gerne ignoriert. Ich für meinen Teil glaube irgendwie daran und versuchte deshalb, weitestgehend darauf zu achten, was ich kaufe. Das gelingt nicht immer und ich kann auch eine Tüte Chips futtern, ohne an die Acrylamid-Konzentration darin zu denken. Aber es schadet m.E. nicht, ein gewisses Bewusstsein für schädliche Dinge zu entwickeln und sich danach zu richten.

Es gibt noch viele Beispiele, aber die würden den Rahmen hier sprengen.

Du glaubst, das ist viel zu anstrengend? Bei mir funktioniert das automatisch und ich denke inzwischen kaum mehr darüber nach. Das wurde mir beim Schreiben dieses Artikels richtig bewusst. 🙂 Ich glaube, wenn man sich vegan ernährt, ist das viel anstrengender 😉

Ich bin gerne ein kleiner Öko. Na und?!
Wie sieht es bei Dir aus? Achtest Du auch auf solche Dinge oder genießt Du „einfach drauflos“? 😉

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