Stop – bitte nicht so schnell erwachsen werden…..!

An Deinen Kindern merkst Du, wie alt Du bist.

Heute kam unsere Große angerauscht. Die eine Freundin war kaum zu Hause, war sie zur nächsten verschwunden. Kurz danach haben sie sich zum Übernachten verabredet und zwei Tage später steht bereits der nächste Auswärts-Übernachtungs-Termin an. Pfingsten kann sie kaum erwarten, da sie dann 3 Tage im Zeltlager mit dem ganzen Sportverein übernachtet.

Ist das schon die Pubertät? Immer raus, raus, raus, Abenteuer und Freiheit?
Wahnsinn. Sie ist zehn Jahre alt und ich habe inzwischen das Gefühl, dass es alles unglaublich schnell geht. Ich fürchte, der Schulwechsel zur fünften Klasse wird das noch beschleunigen.

Gerade war sie doch noch so klein und süß, ist Dreirad gefahren und hatte diese putzigen Babylöckchen, die nach dem ersten richtigen Haarschnitt verschwinden…..
Es kommt mir vor wie gestern, dass ich 1,5 Std. vor ihrem Bettchen hockte, und versuchte, sie endlich zum Schlafen zu bringen….als sie Fahrrad fahren lernte und in den Kindergarten kam…..

Heute sehe ich ein Mädchen vor mir, das auf dem besten Weg zur jungen Frau ist. Es beruhigt mich zu merken – und sei es nur beim Gute-Nacht-Sagen am Abend – , dass sie noch ausreichend Kind ist und mir noch ein wenig Zeit bleibt, bevor sie Pläne schmiedet, um auszuziehen, ich eine ungewollte Schwangerschaft fürchten muss oder sie sich hinters Steuer setzt.

Auf der anderen Seite finde ich es unheimlich klasse, wenn man einem Kind in diesem Alter eine gewisse Verantwortung zutrauen kann, sie Dinge für mich erledigen kann. Sie ist liebevoll für ihre Schwester da und auch ein ziemlich guter Babysitter. Vielleicht DER Nebenjob für sie 😉

Beim zweiten Kind ist es mir von Anfang an noch bewusster, wie sehr man die Zeit mit den Kindern genießen muss. Sie geht so verdammt schnell vorbei. Deshalb mache ich aus meiner beruflichen Situation das Beste und genieße einfach die Zeit, kümmere mich mit vollem Einsatz um meine Mäuse. Man muss sie loslassen in ihre Selbstständigkeit, aber bin froh über jede Gelegenheit, sie berechtigt noch festzuhalten.

Wir stehen am Anfang der Pubertaet – die nächsten Jahre werden wohl ziemlich intensiv. Passend dazu habe ich mich ganz frisch „Das Pubertier“ von Jan Weiler geladen…..war irgendwie nötig 😉

Wem geht es auch so? Wem wachsen die Mäuse auch zu schnell davon?

3 Kommentare

  1. Cosma

    Liebe Chrissi,

    du schreibst mir aus dem Herzen. Mein Sohn ist gerade 9! geworden& hat einen riesen Sprung in der Entwicklung gemacht. Eigentlich habe Ich schon seit seiner Geburt etwas Angst vor der Pubertät. Habe meinen Stiefbruder gesehen, wie er von fröhlich auch völligst introvertiert wechselte.
    Deine Tochter wünsche Ich die richtigen Freunde und für dich ganz viel Kraft, Geduld und Verständnis ( verschreibe Ich mir dann auch ) .
    Genieße die Kleine jetzt auch anders. Weil Ich jetzt auch weiß, das die einfach zu schnell groß werden. Möchte gebraucht werden. Auch in der Pubertät. Hoffe auf eine nicht zu heftige Teenager-Zeit und versuche COOL zu bleiben. Das Buch werde Ich mir auch besorgen- wenn Ich dein Feedback dazu hab 😉 Danke Dir schon mal 🙂
    Wünsche Dir nun viel Spaß und ein schönen Feiertag.

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    1. Chrissi (Beitrags-Autor)

      Liebe Cosma,

      das Feedback lässt nicht mehr allzu lange auf sich warten – die Hälfte vom Buch habe ich schon durch 😉
      Schön, dass es nicht nur mir so geht und diese Gedanken auch anderen Eltern durch den Kopf gehen.

      Die Zeit mit den Kindern ist meiner Meinung nach die Schönste des Lebens und die will ich so gut genießen wie es geht!

      Auch Dir einen schönen Feiertag. 🙂

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  2. Nina

    Ich kann irgendwie jedem Alter etwas abgewinnen. Mein großer Sohn ist bereits 17. Jahre alt und meine Töchter 6. und 7. Jahre alt.
    Ich habe mich mit meinem Sohn mitentwickelt. Und heute ist es ganz normal wie eigenständig er ist. Und ganz so viel unterwegs wie mit 10. ist er nicht mehr.

    Alles Liebe
    Nina

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