November-Grübeln…

Ich weiß nicht, ob es am grauen November liegt (obwohl ich ihn eigentlich liebe!) oder daran, dass meine Jobsuche bislang noch zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt hat, aber ich komme derzeit nicht aus dem Grübeln heraus.

Kennst Du das, wenn Du eigentlich spürst, dass die Zeit reif ist, sich zu verwirklichen? Ich bin mir sicher, dass die richtige Zeit dafür gekommen ist. Aber im Alltag spielen so viele Faktoren mir, die es einem schwer bis unmöglich machen, dies umzusetzen. Wir sind Mütter und haben Kinder zu versorgen. Dies ist zum Einen ein finanzieller Aspekt (der erheblich ist) und der zeitliche Aspekt. Ich persönlich möchte ausreichend Zeit für meine Kinder haben. Ich finde es unglaublich wichtig, ihnen täglich Neues über die Welt zu erzählen und sie im Leben voran zu bringen. Dies möchte ich nicht ausschließlich dritten Personen überlassen. Sicher lässt sich das nicht immer vermeiden für viele von uns, aber da ich jetzt in der Ausgangsposition bin, einen neuen Job zu suchen, versuche ich natürlich, diesen Wunsch ins Auswahlraster für Bewerbungen einfließen zu lassen. Ich muss hierbei erwähnen, dass unsere kleine Tochter sehr sensibel ist, was den Kindergarten betrifft und daher auch angeraten wurde, auf Nachmittagsbetreuung vorerst noch zu verzichten, sofern möglich.

Wie oft habe ich schon überlegt, ob ein Studium noch eine Option wäre. Aktuell bin ich auch gedanklich wieder an diesem Punkt. Dennoch fallen hier Studien- und Materialgebühren an. Ein Vollzeitstudium scheint mir zudem ohnehin schwierig. Hast Du vielleicht mit Kind nochmal studiert? Über eine Mail oder ein Kommentar mit Erfahrungsberichten freue ich mich!

Meine bisherigen Versuche, über die Arbeitsagentur eine Bildungsmaßnahme zu erhalten, wurden im Keim erstickt. Meine fabelhafte Vermittlerin machte mir kurz, knapp und dennoch deutlich klar, dass nichts gefördert wird, schon gar nicht, wenn es von meinem eigentlichen Beruf abweicht. Hilfe zum Quereinstieg also ausgeschlossen. Für eine Umschulung habe ich scheinbar noch nicht genügend Absagen erhalten, um klar behaupten zu können, dass ich in meinem Lehrberuf keine Chance mehr habe in der Region.

Bleibt mir also nur, mir weiterhin den Kopf über bezahlbare, realistische Maßnahmen und zündende Ideen den Kopf zu zerbrechen. In der Outplacement-Beratung wurde mir bestätigt, dass diese moralischen Flauten völlig normal sind, man jedoch höllisch aufpassen muss, dass man darin nicht versinkt und sich so selbst ein Bein stellt. Denn eins solltest Du Dir immer im Hinterkopf behalten: Die Eigeninitiative ist der wichtigste Bestandteil der Jobsuche. Wenn Du darauf wartest, dass Dich die Arbeitsagentur aus dem Sumpf zieht, dann tust Du dies vergebens. Die Vermittler sind m.E. häufig überfordert und froh, wenn keiner aus der Reihe tanzt. So wie ich….ich habe um einen Vermittlerwechsel gebeten…..mehr dazu im nächsten Blogpost, nachdem ich mit der Arbeitsagentur telefoniert habe….. 😉

 

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