Jaja wir Mütter – immer unter Strom

Die letzten Wochen waren hart. Wirklich anstrengend. Der Bewhighway-239584_1920eis dafür sind sechs Wochen, in denen ich regelmäßig Migräne zu beklagen hatte, was ein untrügliches Zeichen für zuviel Stress ist.

Zum Einen war meine Kollegin länger krank. Somit übernahm ich viele Aufgaben, die mir noch nicht so leicht von der Hand gingen, da ich erst seit Anfang des Jahres im Unternehmen bin. Durch das höhere Arbeitsaufkommen kamen mir meine täglichen gut vier Stunden Arbeitszeit seeehr kurz vor. Morgens zur Kita hetzen (man ist ja chronisch in Eile zwischen 06:00 und 08:00 Uhr morgens), dabei aber dem Kind gegenüber entspannt bleiben, damit sie nicht anfängt zu klammern, was zum Einen eine weitere Verzögerung bedeuten würde, zum Anderen ein mieses Gefühl beim Wegfahren. Nach der Kita fix weiter auf die Autobahn. Ich kann mir noch so oft einreden, dass ich es diesmal entspannter angehen will – das Tacho erzählt mir was anderes. Mittags das Gleiche – bei der Arbeit fast die Zeit vergessen, Autobahn, linke Spur – Kind in der Kita holen. Sie ist Gott sei Dank gerne dort, da sie ihren Erzieher mag und gerne noch Späße mit ihm macht bis ich komme. 🙂

Was WIRKLICH anstrengend war, ist die pubertäre Entwicklung der Großen und die damit so gar nicht zusammen passenden schulischen Anforderungen der letzten Wochen. Gymnasium. Die Lehrer haben vergessen, dass das Halbjahr mehr als 3 Monate hat und knallen alle Klassenarbeiten nun in die wenigen verbleibenden Wochen bis zu den Notenkonferenzen. Uff… Nun ist es bei uns so, dass das mit dem alleine lernen noch nicht so optimal ausgereift ist, weshalb es doch effektiver ist, wenn Mama dabei sitzt und das Ganze überwacht bzw. Hilfestellung gibt. Die Stimmungsschwankungen eines Quasi-Teenagers sind schwindelerregend und fachen so manchen Streit an. Da ich leider auch ein sehr temperamentvoller Mensch bin, kann das alles schnell aufbrausen und so wird Lernen zum Graus für beide. Uff….

„Räum´ mal Dein Zimmer auf“ – „Jahaaaa gleheeeich“…..Am nächsten Tag das gleiche Spiel.
„Mach bitte dies oder jenes für mich“ – „Machs doch selber“ – *türknallt* …..Ja man möchte manchmal einfach schreiend die Straße herunter rennen…..

Ich hangele mich nun fix und alle von einem Tag zum Anderen und freue mich auf Dienstag. Dann sind alle Arbeiten geschrieben und ich habe ein paar wenige Minuten mehr für mich.

Oder doch eher für den Haushalt? Das zweite Kind?

Ich gehe allen schniefenden, über Übelkeit Jammernden aus dem Weg, weil ich es mir derzeit überhaupt nicht leisten kann, krank zu werden. Vor allem deshalb, weil das nichts am Alltag ändert. Männlein muss weiter den ganzen Tag arbeiten. Mein Programm läuft im Krankheitsfall einfach weiter. Zum Umfallen müde? Kopfschmerzen? Egal – der Tag muss laufen. Daher, liebe Bazillen, sucht Euch bitte derzeit jemand anderen, danke 😉

Das Mama-Gehirn ist es gewohnt, sich zu verbieten. Aufstehen, Kindermodus, Kita, Arbeitsmodus. Danach wieder Kita, Kindermodus. Abends Haushalts- und „was ist noch zu tun?“-Modus. Nach 5 Min auf der Couch: Fatal Error! *Chhhhrrrrrrrrrrrrrr*

Nach vielen, vielen anstrengend Wochen hat mich mein Kopf nun letzten Freitag endgültig niedergestreckt. Ich bin mit solch einem schmerzenden Schädel aufgewacht, dass an Arbeiten nicht ansatzweise zu denken war, geschweige denn Autofahren. Ich habe den ganzen Vormittag total „stonded“ (von meinen Migränetabletten) auf der Couch gelegen und geschlafen. Das war nötig. Brauch ich nicht so bald wieder.

Liebe Papas, Zweifler, „Stellt Euch nicht so an“-Sager und Super-Mütter (die eigenen und die, die alles besser wissen):

Wir erledigen jeden Tag viel mehr als Ihr Euch vorstellt und tauschten wir, würden Euch die Ohren schlackern, weil Ihr dann verstehen würdet, warum wir am Geburtstag vergessen haben anzurufen, warum die Sachen aus der Bücherei vergessen wurden, warum wir uns einfach lange nicht gemeldet haben. Es ging einfach nicht. Der Alltag wollte es nicht. Wir bessern uns, denn schlimmer geht immer 😉

In diesem Sinne von mir ein RIESENGROSSES Kompliment an alle Mamas. Ihr seid toll!!! 🙂

 

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