Fragen über Fragen…und es werden immer mehr…

Gestern hatte ich wieder das Vergnügen, einen Termin mit meinem Outplacement-Berater zu haben. Kurze Erklärung hierzu: Das gab es von meinem alten Arbeitgeber als zusätzliches Goodie zur Abfindung on top. Es handelt sich um eine Beratung zur Bewerbungs-Gestaltung, Jobsuche und Begleitung bis zur Beendigung der Probezeit. Ich schätze diese Termine sehr, da ich es mit einem sehr kompetenten Berater zu tun habe, der es immer wieder schafft, dass ich motiviert und optimistischer aus den Gesprächen gehe.
Ein Thema hierbei war gestern die Möglichkeit eines Fernstudiums. Seitdem zerbreche ich mir vielfältig den Kopf, wie man so etwas gestaltet, ob ich den Mut aufbringe, diesen Weg zu gehen. Ist der Stoff im Teilzeitstudium absolvierbar? Hat man als Absolvent Mitte 30 und Mutter von zwei Kindern noch Chancen, die neu eingeschlagene Richtung auch auf dem Arbeitsmarkt umzusetzen? Ist es finanzierbar? All dies sind Fragen, die mich beschäftigen.
Die Suche nach einem neuen Job ist durch viele Faktoren stark beeinträchtigt. Faktoren, die vermutlich jede Mutter kennt. Kinderbetreuung, Arbeitszeiten, evtl. Suche nach einem gewissen Gehaltsniveau, geforderte Flexibilität, etc. pp….. In meinem Fall wird das Ganze dadurch erschwert, dass ich auf dem Dorf nördlich von Frankfurt wohne. Was ist, wenn ich irgendwann sämtliche relevanten Firmen abgegrast habe? Tatsache ist auch, dass heutzutage nur noch ca. 20% aller vakanten Stellen auch wirklich öffentlich ausgeschrieben werden. Wie komme ich an die 80%? Immer wieder wird deutlich, dass „Vitamin B“ – gerade in ländlicheren Gegenden wirklich von Nutzen ist. Leider war ich noch nie der Typ, der Vitamin-B-Leute kennt. 🙁 Mir bleibt nur die Initiativ-Bewerbung. Diese ist jedoch meist ein Geduldsspiel. Oft hört man sehr lange nichts von den Unternehmen. Hier hilft nur Nachfragen, aber bitte nicht zu früh, sonst wird man evtl. schnell aussortiert, weil man zu aufdringlich ist.
Jeder Mensch hat ein privates Netzwerk, dass er bei der Jobsuche nutzen sollte. Erzähle so vielen Freunden und Bekannten wie möglich, dass Du arbeitssuchend bist. Wenn die dann etwas hören, sei es bei Dritten oder dem eigenen Arbeitgeber, werden sie an Dich denken und Dich ansprechen. Wobei wir wieder bei Vitamin B sind 😉

Ich schreibe fleißig weiter meine Bewerbungen, gebe die Hoffnung nicht auf. Dennoch kann ich es mir nicht verkneifen, doch einmal die Fernstudiengänge abzuchecken bei diversen Fern-Unis…..nicht uninteressant, muss ich sagen…..

Mich interessiert, ob Du die Jobsuche als Mutter auch so steinig erlebst und wie Du damit umgehst, welche Wege Du gehst. Hast Du evtl. sogar studiert mit Kindern bzw. bist aktuell dabei? Ich würde mich wahnsinnig über Kommentare oder Nachrichten freuen, die mir einen Eindruck vermitteln, was bei den anderen Mamas so los ist auf dem Gebiet. Auf dem Mütter-Meeting der Arbeitsagentur (siehe letzter Beitrag) habe ich den deutlichen Eindruck gewonnen, dass viele sehr ähnliche Probleme haben…

Bleibt wohl weiter spannend. Vielleicht sucht der Weihnachtsmann eine kaufmännische Angestellte 😀

Schönes Wochenende!!! 🙂

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