Einfach mal mutig sein – ich werde mein eigener Chef!

Ihr Lieben,

ich habe meinen Blog ziemlich lange auf Eis gelegt. Im Grunde hatte ich ihn abgehakt und war kurz davor, die Domain wieder freizugeben. Ich war völlig ausgebrannt, unkreativ und froh um jede Kleinigkeit, um die ich mich mal nicht kümmern musste. Dennoch fand ich den Gedanken, meinen Erstversuch des Bloggens einfach zu löschen und sich endgültig zurückzuziehen irgendwie…doof!

Ausschlaggebend dafür, dass ich nun doch wieder in die Tasten haue, ist ein wichtiger Wandel in meinem Leben. Vergangene Woche hatte ich Urlaub und musste mich in dieser Zeit entscheiden, ob ich einen mutigen Schritt in die Selbstständigkeit gehe oder ob ich weiterhin angestellt bleibe. Lange lange habe ich überlegt, meinen Mann und engste Vertraute einbezogen und sämtliche Pros und Contras abgewogen. Werde ich selbstständig, muss ich mich um alles selbst kümmern und gehe ein gewisses Risiko ein, was die Einkünfte betrifft. Bleibe ich angestellt, läuft alles weiter wie bisher, ich bekomme ein sicheres Gehalt und habe weiter kaum mit Formalitäten zu tun. Aber angestellt bleiben heißt auch, weiterhin im täglichen Hamsterrad zu rennen. Ohne das Gefühl, voran zu kommen, im Job was erreicht zu haben. Genau dieses Gefühl bereitete mir sehr oft über Jahre hinweg wortwörtliche Kopfschmerzen in Form von Migräne, was für mich stets ein sicheres Zeichen für den negativen Einfluss der Lebenslage auf den eigenen Körper ist. Nun, nach langem Nachdenken habe ich mich für die Selbstständigkeit entschieden und mit großem Herzklopfen meine Kündigung am vergangenen Montag eingereicht. Der Weg ist ungewiss, aber es ist meiner.

Nun muss ich mich noch um viele Dinge kümmern. Gewerbe anmelden, neue Homepage http://www.christine-va.de noch etwas aufpeppen und dann geht es auch schon los. Dank einer lieben Freundin und ihrer guten Auftragslage springe ich nicht ins kalte Wasser, sondern in – sagen wir mal – lauwarmes 🙂 Zudem ist es beruhigend zu wissen, nicht der Hauptverdiener der Familie zu sein. Dann fällt man bei Flauten nicht ganz so tief und der Druck ist natürlich wesentlich geringer.

Ein wesentlicher Punkt, der auch für die Selbstständigkeit sprach, ist die ideale Vereinbarkeit mit Kind und Job. Wie ich im Beitrag über Mütter im Homeoffice schon schrieb, halte ich die Arbeit von zu Hause für sehr effektiv und wirtschaftlich. Wir leben im digitalen Zeitalter, in dem (fast) alles möglich ist – dies sollten sich Unternehmen viel häufiger zu Nutze machen.

Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt, so endlich glücklich im Job zu werden, denn das war so ziemlich mein größtes Problem im Leben. Ich habe nie das getan, was mir Spaß macht, mich interessiert. Das zermürbt unglaublich und macht krank, auch körperlich. Aber nun finde ich, dass ich einmal dran bin und hoffe nun auf ein paar aufregende und erfolgreiche Jahre als selbstständige Working Mum. 🙂

Eure Christine

PS: Ich hoffe, dass der Antrieb des Bloggens nun bleibt und ich auch regelmäßig die Zeit finde 🙂

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.