Der „Kunde“ ist König…..isn´t it ironic?!

Wie bereits erwähnt, habe ich leider bereits seit einem guten 3/4 Jahr das Vergnügen, mich als „Kunde“ der Arbeitsagentur schimpfen zu dürfen. Der erste Weg führt über die Arbeitssuchend-Meldung, woraufhin die von mir liebevoll „Vorladung“ genannte Einladung erfolgt. Die bezeichnung „Einladung“ hat daher einen etwas zynischen Beigeschmack, da schlicht und einfach bei Nichterscheinen eine Sperre für das Arbeitslosengeld droht. 😉
Arbeitslosengeld zu bekommen stösst einem zunächst irgendwie sauer auf, auch wenn man es nicht zugibt. Aber man darf nicht vergessen – wir alle zahlen Arbeitslosenversicherung aus einem Grund:

Um Arbeitslosengeld im Bedarfsfalle zu erhalten. Macht Euch nicht verrückt, Ihr liegt niemandem auf der Tasche, sondern fordert ein völlig legitimes Recht ein. Denn sich darüber den Kopf zu zerbrechen, ist schlicht und einfach Zeitverschwendung!

Zurück zum 1. Stock unserer Arbeitsagentur….
Zu meiner ersten Vorladung (ich MUSS es einfach so nennen – bitte entschuldigt ;-) ) empfängt mich meine Vermittlerin, die auf den ersten Blick eindeutig jünger ist als ich, wie sich herausstellte auch kinderlos. Nachdem alle Grundformalitäten abgehandelt sind, werde ich gefragt, wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle, woraufhin ich mitteile, dass ich mich umorientieren möchte, etwas mehr Abstand von kaufmännischen Bereich, näher an Öffentlichkeitsarbeit und Marketing heranwagen möchte und mir ihre Unterstützung erhoffe. Gut 15 Min später unterschreibe ich die Vereinbarungen mit dem Inhalt “kaufmännisch und Inkasso-Büro”….in dem Moment war mir klar, dass das ne harte Nuss wird mit dem Verein….Auflagen erhalten, Frust aufgebaut, Gebäude verlassen…einem ersten Impuls folgend, hätte ich mich ab liebsten direkt wieder abgemeldet….als „Kunde“…..aber was will frau machen  – so ein Familienleben finanziert sich nicht von alleine. Wobei der nächste Aufreger in Sachen Finanzen schon vorher auf mich wartete….

Ich habe mein Unternehmen zum 31.12.2013 verlassen unter Verzicht auf die Kündigungsfrist von inzwischen 6 Monaten. Grund hierfür: Kollision mit der noch bestehenden Elternzeit. Schließlich wollte ich mich dem Arbeitsmarkt direkt ab 01.01.2014 zur Verfügung stellen. Aber was sagen die lieben Gesetze? Erstmal gibts 6 Monate kein Geld. Quasi als Strafe für die abgesägte Kündigungsfrist. Schönen Dank auch. Oft genug vorgeladen zur Vermittlerin werde ich dennoch. Und weil es noch nicht lustig genug ist mit der Abteilung Leistungsbezug, bekomme ich nur einen fiktiven Leistungssatz, da ich Dummerchen es vorzog, mein Kind die ersten beiden Jahre seines Lebens zu umsorgen. Andernfalls wäre mein Bezug deutlich höher ausgefallen. Strafe fürs Kinder betreuuen. Isn´t it ironic?!

Die Sterne für mein Verhältnis zur Arbeitsagentur standen somit von vornherein nicht zu günstig….bemühe ich mich dennoch, das Ganze objektiv zu betrachten…..gelingen will es mir oft nicht……

Ging es Euch ähnlich? Freue mich über Kommentare 🙂

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