1 ganzes Jahr – nun beginnt die Arbeitsagentur, mir wirklich zu helfen!

Heute fuhr ich zur Arbeitsagentur, um einen der üblichen Termine bei dem zuständigen Vermittler/ Vermittlerin rumzukriegen, die ca. alle zwei Monate stattfinden, um mir zu sagen, dass ich durch meine Konstellation ohnehin ein hoffnungsloser Fall sei.
Doch nun – nachdem ein ganzes Jahr der offiziellen Arbeitslosigkeit verstrichen ist – stelle ich fest, dass es zwischen den vielen lustlosen und kompetenzfreien Vermittlern doch auch einzelne Perlen gibt. 🙂

Als ich die „Vorladung“ bekam, war ich wieder ziemlich genervt, weil wieder jemand anders für mich zuständig ist und ich befürchtete, erneut meine Geschichte erzählen zu müssen und wieder nur hohle Phrasen zu hören bekomme. Aufgrund des permanenten Vermittlerwechsels habe ich einige Tage vor dem Termin mal angerufen und gefragt, wieso die Betreuung nicht konstant bleibt und wie sehr ich es hasse, immer alles neu aufrollen zu müssen. Ich habe erbeten, dass die Dame, die meinen Termin übernimmt, auch informiert ist, wenn ich erscheine. Scheinbar ist diese Bitte angekommen, denn ich wurde mit den Worten begrüßt „ich habe mir über Ihre Situation mal ein paar Gedanken gemacht!“….
Sicher kannst Du Dir vorstellen, wie ich vor Überraschung die Augen aufgerissen habe! Solche wohlklingenden Töne war ich von dieser Seite nicht gewohnt.

Gespannt hörte ich heute also zu, was die – im Übrigen sehr nette Dame – zu berichten hatte.
Sie klärte mich auf, dass mit den Tatsachen, die bei mir vorliegen, ich doch ein perfekter Fall sei für eine Art „Intensivbetreuung“. Kurz genannt „Inga“, steht für „interne, ganzheitliche Integrationsberatung“. Diese Mitarbeiter (in unserer Agentur nur zwei) haben wesentlich weniger Kunden als die „normalen“ Vermittler und beraten intensiv, begleiten die Jobsuche aufmerksamer. Ein wesentlicher Punkt sei – nach Aussage der Vermittlerin – die Potentialbetrachtung. Was will ich? Was könnte mein Weg sein?

Wenn Du meine bisherigen Artikel zur Jobsuche und zur Agentur gelesen hast, wirst Du wissen, dass genau das (!!!) die Stichpunkte sind, die ich immer vermisst habe in der Betreuung. Wieso muss mich das Arbeitsamt erst ein ganzes Jahr lang fast schon schikanieren, bevor sie sich dem eigentlichen Kernproblem annehmen und mir wirklich einmal das Gefühl geben, dass sie mir zugehört haben?!

Natürlich möchte ich nicht zu euphorisch sein, denn ich bin gewarnt durch den bisherigen Weg. Dennoch sehe ich diese Zuweisung der Betreuung als eine Chance. Wer weiß – vielleicht haben genau diese Mitarbeiter die zündende Idee für mich, denn eine Sache habe ich heute nochmals deutlich gemacht:
Ich möchte zum Einen nicht mehr in meinen Beruf zurück und ehrlich gesagt auch mal ein kleinwenig glücklich sein im Job.

Ich werde in jedem Fall hier weiter berichten und mal schauen, was dabei rauskommt! 😉

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